Was die Metaebene mit dem Raum zwischen Reiz und Reaktion zu tun hat

Es gibt eine Fähigkeit die uns hilft alle Arten von sozialen Beziehungen zu verbessern oder gar zu meistern.

Die Metaebene- bedeutet, wie ein Kommentator das Fußballspiel zu betrachten.

Nicht wie ein Stürmer, und auch nicht wie ein Trainer.

Nein, gut geschützt in der Glaskabine, eben aus der Vogelperspektive (vielleicht sogar auch verschiedenen Blickwinkeln). Dann überblicken wir viel mehr, können gut einschätzen was als nächster Schritt gut wäre.

Vor allem in Partnerschaften ist die Metaebene eine wichtige Fähigkeit, denn zwischen Liebenden werden eine Menge (traumatischer) Erfahrungen ausgelöst. In dieser Metaebene sind wir assoziiert, also trotzdem SELBST, aber nicht im ausagieren. Denn wir sind dann nicht im Tunnel der einzigen Möglichkeit sondern haben, dank unseres präfrontalen Cortex, ein ganzes Potpourri an Möglichkeiten zu reagieren parat.

Der Raum zwischen Reiz und Reaktion wird dann also so genutzt um eine bewusste Entscheidung zu treffen.

Gelernt haben wir das (eigentlich) in der Kindheit. Als uns aus der Beobachterposition liebender Menschen unser Sein gespiegelt wurde. Mit „ich sehe, dass Du müde bist“ … zum Beispiel. Und auch, dass wir uns mitteilen durften, mit all den Emotionen, die da waren.

Was ist nun wenn ein Kind dies nicht erfahren konnte, sondern (emotional oder/und körperlich) viel auf sich selbst gestellt war? Dann fehlt diese Fähigkeit.

Besonders wenn wir gestresst sind, dann schrumpft der Raum zwischen Reiz und Reaktion auf ein… Nichts… Dann folgen auf einen Reiz Worte oder gar Taten, die uns später vielleicht sogar leid tun.

Und … dieser Punkt ist zwar bei oben beschriebenen Menschen schneller erreicht, irgendwann aber erreicht jeder Mensch diese Grenze.

Was können wir also tun? Wie lernen wir uns zu regulieren? Wie können wir den Raum zwischen Reiz und Reaktion etwas vergrößern?

Zum einen ist da die Selbstbeobachtung. Wenn ein Gefühl aufkommt, können wir uns wie einer besten Freundin, oder einer idealen Mutter, erstmal erzählen wie es uns gerade geht. Und so etwas Abstand davon gewinnen.

Wir können unser eigener Kommentator werden- ganz liebevoll und wertfrei. Uns selbst erzählen wie es uns geht, was gerade los ist.

Eine weitere Möglichkeit ist die X-Prozess Grundtechnik. Der X-Prozess ist eine Entspannungstechnik die, wenn wir sie im Sinne der Neuroplastizität genug üben, ein Werkzeug haben um uns zu regulieren.

Schauen Sie dazu gerne auf meiner Homepage das kurze und wirksame Tutorial zum X-Prozess an und probieren Sie es einfach aus.

Viel Erfolg beim Bau des Raumes zwischen Reiz und Reaktion




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